1. Strophe:

O du Weisheit ohne Ende aus des Allerhöchsten Mund, zu dir heben wir die Hände, seufzen aus des Herzens Grund: Komm zu uns; denn das Verlangen wird nach dir so innig reg; stille uns’rer Seele Bangen, zeige uns der Weisheit Weg.

2. Strophe:

O du Führer, der du zeigtest Israel den rechten Pfad, Moses aus dem Dornbusch leuchtest, den dein Glanz entzündet hat. Strecke aus, uns zu erlösen, deinen Arm mit Gottesmacht, mach uns frei von allem Bösen, das die Schuld auf uns gebracht.

3. Strophe:

O du Spross und Wurzel Jesse, die der Völker Zeichen ist, unsrer Not doch nicht vergesse, der die Welt sich hart verschließt. Komm und wolle nicht verweilen, rette uns und säume nicht, unsre Wunden all zu heilen, gib den Trost, der uns gebricht.

4. Strophe:

O du Schlüssel Davids, grüßen will dein Volk dich; eil‘ ihm zu; öffnest du, wird Niemand schließen; niemand öffnet, schließest du. Komm, vom Kerker zu erretten den Gebund’nen, der da weilt; löse des Gefang’nen Ketten, Freiheit werde ihm erteilt.

5. Strophe:

O du Morgenröte, komme ew’gen Lichtes Herrlichkeit! Dass dein Glanz uns Armen fromme, Sonne der Gerechtigkeit! Komm, erleuchte die da wohnen in des Todes Schatten noch; wolle deines Volkes schonen, nimm von uns der Blindheit Joch.

6. Strophe:

O du König, der aus Beiden als der Eckstein – Eines macht, aus den Juden und den Heiden, komm und zeige deine Macht. Dass dein Heil den Völkern werde, die dir harrend zugewandt; mache selig, was aus Erde hat gebildet deine Hand.

7. Strophe:

O Emanuel, du Tröster, Gott mit uns! o komme bald, aller Kön’ge erster, größter, komm, der Sehnsucht Ruf erschallt. Nur durch dich kann Heil uns werden, unser Gott und Herr bist du; komme bald zu uns auf Erden, führe uns dem Himmel zu.

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